Juniper Networks | Xantaro

 

Das „Xantaro Technology, Testing & Training Lab“ – kurz XT³Lab – in Frankfurt am Main wurde in den vergangenen Jahren stetig ausgebaut und zählt mittlerweile rund 300 Geräte von 20 Herstellern. Über 80 Systeme davon gehen alleine auf das Konto des Herstellers Juniper Networks, was das XT³Lab schon seit geraumer Zeit zum größten Juniper-Test-Lab Deutschlands macht.

Aber natürlich gibt es immer Raum für Verbesserungen! Mit dem Ziel Funktionalitäten, Vielfalt der abbildbaren Szenarien und Qualifizierungsmöglichkeiten im XT³Lab noch weiter auszubauen, entschied Xantaro sich daher für eine enorme Investition.

 

 

Update der Juniper-Test-Möglichkeiten in Deutschland – ein gemeinsamer Plan zum Ausbau des XT³Labs

Im dritten Quartal 2020 startete Xantaro in Zusammenarbeit mit dem lokalen Juniper-Networks-Team die Planung für das umfassendste Technologie-Upgrade in der Geschichte des XT³Labs. Nach genauer Bestandsaufnahme und Abstimmung potenzieller Projekte erstellen die Experten in mehreren Iterationen eine „Einkaufsliste“ mit Systemen und Software, die die Ausstattungslücken schließen und Modernisierungsoptionen für das XT³Lab abdecken soll:

 

  • ein SRX5600 mit moderner Midplane, SPC3- und 100G-Linecards
  • ein SRX380
  • ein MX10008 Chassis inklusive einer 24x100G-Linecard
  • vier SCBE3-Fabric-Module sowie zwei MPC10E-10C-, zwei MPC7E-MRATE- und einer MX-SPC3-Linecard für die bestehenden MX240/480
  • zwei PTX10001-36MR
  • ein PTX10001-80C
  • ein ACX5448-M
  • ein ACX710
  • zwei EX4650-48Y
  • zwei QFX5200-32C
  • JUNOS Space, Policy Enforcer und Security-Director-Software
  • Lizenzen für virtuelle und physikalische SRX-Systeme, um volle UTM-Funktionen hinzuzufügen

 


Das XT³Lab-Update –  
Alle Kernbereiche des Juniper-Portfolios auf dem neusten Stand

 

1: Security

Security spielt in allen Netzwerken eine wichtige Rolle. Auf dem Stand der Technik zu bleiben, ist beim stetig wachsenden Datenverkehr entscheidend. Dementsprechend wurden die SRX-Systeme im XT³Lab erneuert bzw. ergänzt und mit entsprechender Software versehen:

  • Die neue SRX5600 ersetzt das bestehende SRX5600-Chassis und bietet High-Performance-Firewalling-Funktionalitäten der nächsten Generation. Die neue Konfiguration ermöglicht dabei bis zu 480Gbit/s Firewalling und bis zu 120Gbit/s IPSEC VPN-Durchsatz. Verwendet wird dazu die neueste Generation der SPC3-Karten und 2x100Gbit-Schnittstellen zur Anbindung des gesamten XT³Labs.
    Juniper SRX5600 im XT3Lab | Xantaro
  • Darüber hinaus ergänzt ein neues SRX380-System die SRX300-Serie und bietet bis zu 10G Durchsatz und 10G-Schnittstellen.
  • Alle neuen Security-Devices sind für die Nutzung von UTM– und IDP-Funktionen lizenziert, damit wir Prototypen für Deep-Packet-Inspection und Security-Enforcement-Szenarien erstellen und vorbereiten können.
  • Zur Verwaltung und Kontrolle der physischen Geräte kommt im XT³Lab die Software-Kombination aus JUNOS Space mit Security-Director und Policy-Enforcer zum Einsatz, was es erlaubt, unmittelbar auf Bedrohungen im Netz, die z.B. durch die SRX erkannt werden, zu reagieren und sie abzuschwächen.

 

2: Routing

Auch die Routing-Plattformen in hochleistungsfähigen Netzwerken müssen den stetig wachsenden Bandbreitenanforderungen entsprechend konstant erweitert bzw. umgerüstet oder durch leistungsfähigere Modelle ersetzt werden. Um die unzähligen Einsatz-Szenarien in Netzwerk-Core, -Edge oder -Border umfassend abbilden zu können, wurde daher auch das Router-Portfolio im XT³Lab erweitert:

  • Mit einem MX10008 ausgestattet mit einer 24x100GE-Linecard hält die neuste Generation der MX-Technologie Einzug ins XT³Lab. Designt als Universal-Chassis gleichen Teile des Systems Baugruppen in PTX- und QFX-Plattformen. Das System findet sich bereits in den Netzwerken einiger Kunden wieder und ist als 100/400G-zentrierte Plattform eine Kernkomponente der kommenden Jahre.
    Juniper MX10008 im XT3Lab | Xantaro
  • Der bestehenden MX240– und MX480-Installationsbasis wurden neue Karten und Fabrics hinzugefügt, um mit den Systemen bei unseren Kunden synchron zu bleiben. Die SCBE3-Fabric-Card ermöglicht bis zu 1,5Tbit/s pro Slot, was die ideale Voraussetzung für den Einsatz der MPC10E-10C-Karte mit bis zu 10x100G- oder 2x400G- plus 4x100G-Schnittstellen ist. Außerdem wurde eine MPC7E-Mrate-Karte mit 4x100G- oder 12x40G-Schnittstellen ergänzt – derzeit eine der am häufigsten in Bestandskundennetzen eingesetzte Karte.
    Juniper MPC7_SPC3 + MPC10E_SCBE3 im XT3Lab | Xantaro
  • Um darüber hinaus auch das Hinzufügen von State-Full-Services wie CGNAT, FW, IPSEC, VPN etc. in das Chassis der MX-Serie zu ermöglichen, wurde eine MX-SPC3-Karte verbaut, eine nahe Verwandte der SPC3 im SRX5600-System. Diese kommt insbesondere für Setups zum Einsatz, in denen ein System mehrere Rollen übernimmt, wie z.B. in Szenarien in Service-Provider-Netzen, in welchen BNG und CGNAT kombiniert wird.
  • Neu im XT³Lab ist die PTX-Serie. Bisher ausgelegt auf den Einsatz in den größten Tier-1-Netzwerken, umfasst die PTX-Serie der neuen Generation nun auch Geräte mit geringerem Platzbedarf und Stromverbrauch. Insbesondere das neuste Mitglied der PTX-Familie, der PTX10001-36MR mit bis zu 9,6Tbit/s und 100/400G-Schnittstellen in 1 HE, ist für viele Anwendungsfälle interessant, so dass die erste Kunden-POCs unmittelbar nach Lieferung des Systems gestartet sind.
    Juniper PTX10001 im XT3Lab | Xantaro
  • Zudem wurde im XT³Lab auch ein PTX10003-80C installiert, welcher bis zu 80x100G Schnittstellen und bis zu 8Tbit/s Durchsatz in 3 HE bietet. Auf beiden PTX-Gerätetypen läuft JUNOS EVO.

 

3: Metro

Für Metro-Anwendungsfälle sowohl in kabelgebundenen Breitbandnetzen als auch in mobilen 4G/5G-Ausbauten steht im XT³Lab zwei neue Typen der ACX-Serie zur Verfügung, die sowohl als Business-PEs und/oder Aggregations-Devices eigesetzt werden können:

  • Mit einer Tiefe von circa 300 mm ist der ACX710 eine interessante Option für Szenarien, in denen der Platz eine entscheidende Rolle spielt. Das System bietet 24x10G- plus 4x100G-Schnittstellen und ist Teil des Metro-/MPLS-Portfolios.
    Juniper ACX710 im XT3Lab | Xantaro
  • Sein größerer Bruder, der ACX5448-M, bietet 44x10G- und 6x100G-Interfaces sowie MACSEC an allen Downstream-Ports.

 

4: Switching

Switching ist sowohl in Provider-Netzen als auch im Next-Gen Data Center, dem Kern eines modernen Unternehmensnetzwerks, ein Thema. Um den stetig wachsenden Datenverkehr performant zu vermitteln, müssen die Switch-Systeme in der Lage sein, neue Protokolle und Software abbilden zu können. So hat auch die High-End-Switching-Abteilung des XT³Lab ein Tech-Refresh erhalten, um letzte Lücken zu schließen:

  • Um die bestehenden EX4600-Switches zu ergänzen, wurden zwei neue EX4650-48Y mit 48x25G- und 8x100G-Schnittstellen hinzugefügt. Sie können für viele verschiedene Szenarien wie in Campus-Aggregation, Mist-Wired-Assurance-Setups oder als Hochgeschwindigkeits-Campus-Edge-Geräte eingesetzt werden.
    Juniper EX4650 im XT3Lab | Xantaro
  • Auch wurde die bestehende Ausstattung aus QFX-Gerätepaaren aus mehr oder weniger jeder QFX5000-Serie/-Generation durch zwei QFX5200-32C-Geräte ergänzt. Die Switches werden nicht nur in unseren Next-Gen DC-Architekturen verwendet, sondern sind auch in Bezug auf alternative NOS recht vielseitig und können sowohl JUNOS, JUNOS EVO als auch Sonic ausführen.

 


Deutschlands größtes Juniper-Test-Lab – Hardware im XT³Lab (Juli 2021)

 

Juniper-Test-Lab-Equipment | XT³Lab – July 2021 | Xantaro

Das XT3Lab deckt als größtes Juniper-Test-Lab Deutschlands nahezu das gesamte Portfolio an Juniper-Technologien ab.

 

 

Die Benefits:
Consulting, Netzwerk-Designs und -Erweiterungen basierend auf Praxis-Know-how

Mit der Investition in den XT³Lab-Ausbau haben wir die Demonstrationsvielfalt in Deutschlands größtem Juniper-Test-Lab auf ein neues Level gehoben. Vor allem aber ermöglichen wir damit unseren Kunden, die aktuellste Juniper-Hardware und -Software lokal „beyond the data sheets“ kennenzulernen und für den Einsatz in ihren Netzwerken zu testen und zu qualifizieren.

Denn in Verbindung mit den Geräten der anderen Hersteller und durch Einsatz unseres IXIA-Router-Testers mit bis zu 10x100G Interfaces bietet das XT³Lab vielfältige Optionen zur Simulation hochleistungsfähiger Netzwerke und Tests der Devices in Bezug auf Last, Skalierung und Interoperabilität. Die verschiedenen Komponenten können entsprechend umfassend für den Einsatz in realen Netzwerkszenarien geprüft und auf mögliche Probleme untersucht werden – bevor sie in eine produktive Umgebung integriert werden. Besonders effizient wird das Ganze dabei unter Einsatz von XFAST, unserer Eigenentwicklung zur Testautomatisierung, durch welche die Aufwände des Software-Testings – auch bei Langzeittests – minimiert und gleichzeitig Umfang und damit auch die Genauigkeit der Ergebnisse maximiert. Gemanagt wird die Infrastruktur dabei mittels Yukon, der Xantaro Service-Engine.

So haben unsere Engineers seit Eintreffen der Lieferung und Installation der Komponenten im XT³Lab auch schon zahlreiche Kundentests begleitet und unterschiedliche Komponenten für die Erweiterung ihrer individuellen Infrastrukturen qualifiziert. Und natürlich profitieren auch alle neuen Netzwerk-Designs unserer Netzwerk-Architects und -Engineers von Ausstattung und Kapazitäten der Laborumgebung – egal ob es sich dabei um eine individuelle Planung oder Xantaro-eigene Lösungen wie das Next-Gen Data Center handelt. Denn durch Proof-of-Concept-Tests im Vorfeld einer Umsetzung gewinnt das Consulting-Team immer neue Erkenntnisse und erweitert so stetig das Know-how und die technologische Expertise, die schlussendlich unseren Kunden zu Gute kommt.

 

 


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