Service-Provider legen großen Wert auf die bestmöglichste Verfügbarkeit ihrer Netzwerk-Infrastruktur, um den reibungslosen Betrieb der darüber liegenden Dienste zu gewährleisten. Jede Unterbrechung, sei sie auch noch so kurz, führt zu Unzufriedenheit, Störung von Betriebsabläufen, Verlust von Umsätzen oder gar Kunden und kann im Extremfall, bei Verstoß gegen verabredete Service Level Agreements (SLAs), zu empfindlichen Strafzahlungen führen.

Daher treffen Service-Provider erhebliche technische und organisatorische Vorkehrungen, um sich vor Ausfällen zu schützen. Der schnelle technologische Wandel macht es allerdings immer häufiger nötig, die Komponenten der Netzwerkinfrastruktur auf die jeweils aktuellsten und zudem sichersten Betriebssystemversionen zu aktualisieren. Gleichzeitig erfordern neue Dienste und Anwendung immer komplexere Funktionen, die diese Komponenten bereitstellen müssen.

Dies führt zu immer kürzeren Innovationszyklen und entsprechend kürzeren Erprobungszeiten. Selbst bei der Anwendung größter Sorgfalt und bei der Nutzung selbst ausgeklügelter Testszenarien lassen sich Fehler in Software-Komponenten mit negativen Auswirkungen auf die Qualität und die Verfügbarkeit von Netzwerkdiensten nicht vollständig eliminieren.

 

Ein enormer Aufwand – das Testen und Qualifizieren neuer Betriebssystemversionen

Das Testen und Qualifizieren neuer Betriebssystemversionen für Netzkomponenten erfordert einen entsprechend hohen technischen und zeitlichen Aufwand auf Seiten der Netzbetreiber. Ein hoher Aufwand, der sich auch in den Betriebskosten niederschlägt. So müssen Betriebssystemversionen im Labor auf den jeweiligen Geräten installiert und durch produktionsnahe Testszenarien auf Herz und Niere geprüft werden. Dafür bedarf es technischem Know-how und einer entsprechenden Laborumgebung, um das produktive Netz korrekt abbilden zu können.

Auf diese Weise werden kostbare interne Ressourcen gebunden und stehen nicht für wichtige Aufgaben, wie beispielsweise der Netzausbauplanung oder der Sicherstellung des Netzbetriebes, zur Verfügung. Erst nach der erfolgreichen Durchführung der Tests und Qualifizierung können Betriebssystemversionen für den laufenden Betrieb freigegeben und eingespielt werden. Dabei können Probleme bei der Testdurchführung, wie das Auftreten von Software-Fehlern, zu einer zusätzlichen Zeitverzögerung führen und somit den gesamten Prozess verlangsamen. Wird zudem nicht auf moderne Automatisierungstechniken zurückgegriffen, so wird für die manuelle Durchführung und Dokumentation der Tests umso mehr Zeit benötigt.

Die Vielfalt der Netzkomponenten (Router, Switches, Firewalls, Gateways etc.) in der Signalkette erhöht diese Aufwände zusätzlich und führt in der Summe häufig dazu, dass Aktualisierungen von Betriebssystemen nur sehr selten, meist einmal pro Jahr, durchgeführt werden. Diese Situation hemmt die Innovationsfähigkeit der Netzbetreiber und in vielen Fällen reduziert sie zudem die Sicherheit der Komponenten, da auch Sicherheits-Updates vor Einführung in die Produktion erst ausgiebig auf Unbedenklichkeit getestet werden müssen.

 

Eine Lösung bietet die Testautomatisierung

Mithilfe von Testautomation und Lastsimulationen lässt sich die überwiegende Anzahl der notwendigen Tests heute vollautomatisch durchführen. Vorausgesetzt man verfügt über das notwendige Wissen und die dafür benötigten Testkomponenten, lassen sich Produktionsszenarien sehr leicht in ein Automation-Framework integrieren, sodass neue Betriebssystemversionen gegen diese Funktionen getestet werden können. Dadurch lassen sich die Risiken, die beispielsweise durch die Einführung eines neuen Betriebssystems in die Produktionsumgebungen bestehen, auf ein unvermeidbares Minimum reduzieren.

 

Xantaro entwickelt kundenspezifische und produktionsnahe Testszenarien

Xantaro nutzt die langjährig aufgebaute Expertise in diesem Umfeld und hat eine Lösung entwickelt solche Tests, hersteller- und technologieübergreifend durchführen zu können. Für die Tests verwendet Xantaro ein OpenSource-Test-Automation-Framework, welches durch eigene Software-Komponenten erweitert und mit Lastgeneratoren von IXIA verknüpft wurde. Durch die von Xantaro entwickelten Library sind wir in der Lage, Testfälle in sehr einfach zu lesenden Befehlen zu formulieren, wie Sie im nachfolgenden Screenshot erkennen können.


 

Gemeinsam mit unseren Kunden werden sämtliche zu testende Protokolle (z.B. OSPF, IS-IS, BGP, SNMP, QoS etc.) und Dienste (z.B. L3VPN, L2VPN, EVPN, etc.), die auf den betreffenden Komponenten zum Einsatz kommen, modelliert und in das Test-Framework integriert. Anschließend werden Lastmuster spezifiziert, die ein möglichst produktionsnahes Lastszenario bei den Tests sicherstellen. Auf diese Weise können wir ein kundenspezifisches Testszenario entwickeln, mit dem ein produktionsnahes Abbild des Netzes gegeben ist.

 

Vollautomatisierte Tests vor Ort oder in Xantaros XT3Lab

Die entwickelten Testszenarien können vollautomatisiert, entweder beim Kunden vor Ort oder im Xantaro eigenen Labor (XT3Lab), durchgeführt werden. Mit dem XT3Lab betreibt Xantaro eine Multi-Vendor-Umgebung, die in diesem Umfang einmalig ist in Deutschland. Bestückt mit den Hardware-Komponenten unserer Technologiepartner können wir bereits etliche Testszenarien abdecken, ohne dass die zu testende Hardware vom Kunden oder Hersteller bereitgestellt werden muss. Sollte zusätzliche Netzwerkgeräte benötigt werden, so unterstützen Xantaros Experten bei der Planung und Beschaffung von Leihequipment.

 

Sie erhalten detaillierte Reports über das Ausfallrisiko in kürzester Zeit

Während der Tests werden sämtliche Funktionen die im Vorfeld gemeinsam mit Kunden definiert wurden, getestet und die Resultate dieser Tests werden unmittelbar nach Abschluss dokumentiert und in Form von Reports aufgearbeitet. Die nachfolgende Grafik zeigt einen Ausschnitt aus einem beispielhaften PDF-Report unseres Testsystems. Neben einer Übersicht können die Details der einzelnen Testergebnisse eingesehen werden.


 

Abhängig von der Komplexität und des Umfanges können diese Tests zwischen wenigen Minuten bis wenigen Stunden abgeschlossen werden – eine erhebliche Zeitersparnis also gegenüber der manuellen Durchführung vergleichbarer Tests. Bei Fehlern die zum Ausfall oder Teilausfall bestimmter Dienste führen könnten, unterstützen die Xantaro Experten im Nachgang bei der Fehleranalyse und der Kommunikation zum Hersteller. Ihre Betriebsmannschaft wird dadurch zusätzlich entlastet und wird stetig auf dem Laufenden gehalten.

Sollten Sie Interesse am vollautomatisierten Testen und Qualifizieren von Netzwerk-Software und -Hardware haben, so kontaktieren Sie uns gerne für weitere Details über das nachstehende Kontaktformular.


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